Lagen
Wir bewirtschaften den Hauptanteil unserer Reben rund um Heppenheim. Die Heppenheimer Weinbergslagen gliedern sich wie folgt: Nördlich liegt der Heppenheimer Affenberg, südlich erstreckt sich der Schneckenberg mit nahezu der doppelten Rebfläche.
Darüber hinaus bewirtschaften wir Parzellen in Gundersheim am "Höllenbrand", in Horchheim am "Goldberg" sowie in der Stadt Worms im "Liebfrauenstift-Kirchenstück".
Wie die vorangegangenen Beschreibungen zeigen, zählt unser Weinbau zu den trockensten Standorten Deutschlands. Geografisch im Mainzer Becken gelegen, sind die Böden stark von Kies- und Sandanteilen geprägt. Diese sorgen für eine hervorragende Drainage und eine schnelle Erwärmung, verlangen den Reben jedoch zugleich viel Widerstandskraft ab.
Dank jahrzehntelanger Erfahrung haben wir gelernt, mit diesen Bedingungen nachhaltig umzugehen. In unseren Weinbergen rund um Heppenheim und Horchheim setzen wir eine vollautomatische Tröpfchenbewässerung ein, die es uns ermöglicht, die Reben während ausgeprägter Trockenphasen gezielt und hocheffizient vital zu halten.
Heppenheimer Affenberg
Der Affenberg ist geprägt von teils südlich ausgerichteten Hängen mit sandigen, leichten Böden und einer Unterschicht aus Rotem Kies. Niederschläge versickern hier rasch und trocknen schnell ab.
Was einerseits die Bearbeitung der Weinberge erleichtert, wirkt sich andererseits nachteilig auf die natürliche Wasserversorgung der Reben aus. Dank gezielter Bewässerung können jedoch auch längere Trockenperioden gut überbrückt werden.
Der Affenberg bringt demnach leichte Weine hervor, die somit elegant und verträglich Trinkfreude bereiten.
Heppenheimer Schneckenberg
Der Schneckenberg nördlich von Heppenheim unterscheidet sich deutlich vom Affenberg – sowohl in seiner größeren Gesamtfläche als auch durch die großparzelligen Anlagen.
Während sich in den unteren Bodenschichten ebenfalls Kiesadern finden, die vor allem in Richtung Osten stärker ausgeprägt sind, ist der Oberboden im überwiegenden Teil des Schneckenbergs von einer reichhaltigen Mischung aus schluffigen Löss-Lehm-Böden geprägt.
Diese Reichhaltigen Böden verleihen den Weinen Körper und Struktur.
Horchheimer Goldberg
Horchheim ist ebenfalls wie Heppenheim ein Vorort von Worms. Etwa 3 Kilometer entfernt spiegeln sich am Goldberg die Bodenbeschaffenheiten von Affenberg und Schneckenberg wieder. Ein eher trockener Standort mit kiesig-sandigem Lehmboden.
Weine profitieren hier von Mineralik und Wärme.
Gundersheimer Höllenbrand
Der Höllenbrand in Gundersheim ist hierzulande weit bekannt und geschätzt. Seine südlich ausgerichtete Hanglage sorgt für eine optimale Sonneneinstrahlung und begünstigt die Vollreife der Trauben – insbesondere bei kräftigen Rotweinsorten.
Das warme Terroir, kombiniert mit einer ausgewogenen Mischung aus Löss-Lehm- und Kalksteinböden, verleiht dieser Lage ihren besonderen Charakter. Die Böden speichern Wärme, bieten zugleich aber genügend Struktur und Mineralität.
Die Weine aus dem Höllenbrand überzeugen durch Fülle und Kraft.
Wormser Liebfrauenstift-Kirchenstück
Das Liebfrauenstift-Kirchenstück ist eine Lage von wahrer geschichtlicher Größe. Bereits im 17. Jahrhundert urkundlich erwähnt und auf Schriftstücken aus aller Welt genannt, zählt sie zu den traditionsreichsten Weinlagen der Region.
Mitten in der Nibelungenstadt Worms gelegen und umgeben von Wohnhäusern sowie ihrer Namensgeberin, der Liebfrauenkirche Worms, reifen hier Trauben unter besonderen Bedingungen heran.
Die Weine zeichnen sich durch harmonische Säuregehalte, würzige Noten und Aromen reifer Gelbfrüchte aus. Reichhaltige Böden mit guter Wasserversorgung in der Nähe des Rheins sowie die wärmende Wirkung der städtischen Umgebung schaffen ein eigenes, charakteristisches Kleinklima, das dieser Lage ihre unverwechselbare Handschrift verleiht.
